Über die Aktionswochen

14713082_583010335235287_5434758536448667860_o2003 organisierte die Amadeu Antonio Stiftung die Aktionswochen gegen Antisemitismus das erste Mal. Das Ziel dieser Initiative war es, rund um den 9. November an vielen Orten gleichzeitig ein breites Spektrum von Veranstaltungen gegen Antisemitismus zu organisieren und zu vernetzen sowie Diskussionen über verschiedene Ausprägungen des Problems anzustoßen. ak36-logo-042016 findet die bundesweite Koordination das erste Mal in Zusammenarbeit mit dem Anne Frank Zentrum Berlin statt. Seit 2012 beteiligt sich die Gruppe AK36 in Fulda an diesen Aktionswochen.

Die Thematisierung von Antisemitismus ist immer noch von ungebrochener Aktualität, wie ein Statement der Amadeu Antionio Stiftung 2014 zeigt:
„Auf den antiisraelischen Demonstrationen der vergangenen Wochen entlud sich offen antisemitischer Hass, in mehreren deutschen Städten wurden Jüdinnen und Juden auf offener Straße angegriffen. Hervorgetan haben sich ebenfalls die seit Beginn desJahres stattfindenden „Montagsdemonstrationen“ auf denen antisemitische Welterklärungen häufig die Klammer sind, die verschiedene politische Spektren zusammenbringen. Unser Schwerpunkt der diesjährigen Aktionswochen ist darum die Thematisierung von Formen aktuellem Antisemitismus.“

Die im Rahmen der Aktionswochen stattfindenden Veranstaltungen reichen von Vorträgen über Workshops, Stadtrundgänge, Ausstellungen bis hin zu Theater- und Gesangsaufführungen. Der Kreativität der Veranstalter*innen sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt die Initiativen bei der Ideenfindung, Realisierung und Durchführung der lokalen Veranstaltungen sowie mit breiter Öffentlichkeitsarbeit.

Dieses Jahr stehen die Aktionswochen gegen Antisemitismus unter mehreren thematischen Schwerpunkten:

  • Antisemitismus und Verschwörungsideologien und »Gesellschaftsfähigkeit« diese frei zu äußern
  • Antisemitismus im Mantel der Israel-Kritik sowie die einseitige Berichterstattung über den Nahostkonflikt in den deutschen Medien
  • Antisemitismus in Subkulturen
  • Hetze gegen Jüd_innen im Netz
  • Befürchtung der nicht ausschließlich jüdischen Bevölkerung vor »neuem« Antisemitismus in Deutschland durch die steigende Anzahl von Zuwandernden aus Ländern, deren politische Führung »anti-israelische/anti-jüdische« Haltungen proklamiert

In Fulda werden die Aktionswochen von aktiven und ehemaligen Studierenden der Hochschule, mit Unterstützung des Allgemeinen Studierendenausschusses, des Mag.Lab der jüdischen Gemeinde, der Stadt und dem Kino 35 organisiert.

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