Mahngang 2014 – Daten, Flyer, Redner*innen

aktionswocheFulda20144Der Mahngang 2014 besucht Orte ehemaligen jüdischen Arbeitslebens in Fulda. Startpunkt des diesjährigen Mahngangs ist um 16 Uhr am Heinrich-von-Bibra-Platz. Von dort fuhrt der Weg uber den Universitätsplatz zur Karlstraße / Ecke Am Stockhaus. Die Redner an den entsprechden Schauplätzen sind Dr. Michael Imhof, Joachim Schulz und Gabriel Moeller. Das Ende des Mahngangs ermöglicht die Teilnahme an der Gedenkstunde um 18 Uhr am Platz der ehemaligen Synagoge.

 

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Außerdem möchten wir euch auf folgende Veranstaltungen aufmerksam machen:

AUSSTELLUNG Verstrickung der Justiz in das NS-System 1933-1945
vom 8. Oktober bis 21. Dezember 2014 in der Galerie vor den Spiegelsälen des Stadtschlosses
Die Ausstellung zeigt auf 44 Tafeln die unselige Rolle der Justiz im Dienst des NS-Regimes. Darüber hinaus wird auch die Zeit nach 1945 beleuchtet, in der viele Juristen für ihre Verstrickung in die nationalsozialistischen Verbrechen nicht zur Verantwortung gezogen wurden und stattdessen führende Positionen im Rechtswesen bekleideten.

Rahmenprogramm zur Ausstellung:
06.11.2014, 19:30 Uhr: Die Verfolgung von NS-Gewaltverbrechen in den 50-er und 60-er Jahren, Marmorsaal des Stadtschlosses, Vortrag von Dr. Annette Weinke (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

13.11.2014, 19:30 Uhr: Der Synagogenbrand in Fulda und seine juristische Aufarbeitung nach 1945, Marmorsaal des Stadtschlosses, Vortrag von Dr. Thomas Heiler (Kulturamt der Stadt Fulda)

27.11.2014, 19:30 Uhr: Auf dem rechten Auge blind? Die Weimarer Justiz zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus, Marmorsaal des Stadtschlosses, Vortrag von Prof. em. Dr. Jens Flemming (Universität Kassel)

Von der Mitläuferin zur Macherin – Die Veränderungen des Frauenbildes in der rechtsextremen Szene

04.12.2014, 19 Uhr, Café Chaos

Vortrag von Janna Petersen
Der Vortrag geht auf die verschiedenen Positionen, die Mädchen und Frauen heute innerhalb rechtsextremer Szenen besetzen, ein. Nach wie vor werden rechtsextreme Frauen mit ihren Meinungen und ihrem Handeln häufig übersehen und unterschätzt. Diese Entwicklung stellt die Zivilgesellschaft vor Herausforderungen.

200 Jahre Emanzipation der Juden in Fulda

5.11.2014, 11 Uhr, Bibliothek Hochschule Fulda, Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung zeigt den schwierigen Weg der jüdischen Bevölkerung von Fulda, bei ihren Emanzipationsbestrebungen im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Durch die Teilausstellung wird deutlich, dass die Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung nicht erst im NS-Regime begann, sondern breits tief in der Gesellschaft verwurzelt war.
Die Ausstellung kann bis zu den Weihnachtsferien besichtigt werden.

… wie das Gewitter in der Wolke – Zum Verhältnis von Antizionismus und Antisemitismus

03.11.2014, 19 Uhr, Café Chaos, Vortrag von Paul Mentz

Israel sei, schrieb Léon Poliakov, „der Jude unter den Staaten“. Dass der Antizionismus nicht vom Antisemitismus zu trennen ist, konnte man im Sommer 2014 beobachten, als es europaweit im Rahmen von „Friedensdemonstrationen“ wiederholt zu Übergriffen auf Jüdinnen und Juden kam. Der Vortrag möchte nachweisen, dass diese Wirkungsmächtigkeit des Antizionismus darauf fundiert, dass dieser den Subjekten ermöglicht ihre tabuierten antisemitischen Wahnvorstellungen offen zu bekunden, indem sie auf den jüdischen Staat projiziert werden.